Gestern empfingen wir den TVA zu unserem Heimspiel – unter alles andere als perfekten Bedingungen. Ursprünglich war eine Verlegung geplant, die auch frühzeitig angefragt wurde. Doch trotz aller Bemühungen ließ sich kein Ersatztermin finden. Also mussten wir, wie schon einige Male zuvor, mit einem erneut dezimierten Kader antreten. Zum Glück liegt uns genau das: Spiele, in denen es auf Kampf, Zusammenhalt und Mentalität ankommt.
Der Start verlief jedoch holprig. Wir brauchten einige Minuten, um in die Partie zu finden und unseren Rhythmus aufzunehmen. Unseren Gästen gelang es dadurch relativ leicht 0:3 in Führung zu gehen, was uns zeitgleich aufweckte. Im Angriff ließen wir nun die Bälle fliegen und kamen mit Tempo und guten Zusammenspiel immer wieder zum Torerfolg – so leider aber auch die Saarbrücker Mädels. Die erste Halbzeit blieb insgesamt verhältnismäßig ruhig und ausgeglichen. Zur Halbzeitpause schafften wir noch den Ausgleich zum 14:14.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich jedoch der Ton der Partie: Das Spiel wurde hitzig. Körperlich, intensiv, emotional – mit allem, was dazugehört. Insgesamt 15 Zweiminutenstrafen und zwei Disqualifikationen sprechen eine deutliche Sprache. Punktemäßig blieb es bis weit in die zweite Hälfte ein ständiges Auf und Ab. Erst ab der 38. Minute gelang es uns, die Führung zu übernehmen – und ab diesem Zeitpunkt gaben wir sie nicht mehr her. Trotz der dünnen Personaldecke, trotz der Härte des Spiels und trotz des stetigen Drucks unserer direkten Verfolger zeigte das Team, was möglich ist, wenn man als Einheit auftritt.
Mit einer außerordentlichen Kampfleistung sicherten wir uns schließlich den 24:26 Heimsieg gegen den TVA – eine Mannschaft, die letzte Saison noch in der RPS-Liga aktiv war. Ein Sieg, der nicht nur zwei Punkte bedeutet, sondern auch ein starkes Zeichen innerhalb der Mannschaft setzte.
Lang erholt werden kann sich jedoch nicht, da die kommende Woche zwei Spiele anstehen. Donnerstags treten wir im Pokalspiel gegen unsere zweite Damenmannschaft an und am Sonntag geht es zum Auswärtsspiel nach Kirkel.
Vielen Dank noch an die Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft, die uns eine große Stütze waren.
Chantal Söther & Wiebke Meiers
